Gesamtsieg Magdeburg Marathon 2013

Als ich 2008 zum ersten Mal beim Magdeburg Marathon am Start war, habe ich es endlich geschafft unter drei Stunden
zu laufen. Damals hatte ich mich fünf Wochen vorher verletzt und konnte in den Wochen vor dem Marathon kaum trainieren.
In diesem Jahr bestand meine direkte Marathonvorbereitung aus drei richtigen Trainingswochen. Danach musste ich schon tapern.
Mit einer Intervalleinheit, die auch nur viermal 1000 Meter beinhaltete und zweieinhalb langen Läufen musste es in den Marathon
gehen. Das ist natürlich nicht gerade viel. Aber manchmal kommt es nicht darauf an… Ansonsten passten die Werte auch und ich
merkte in der letzten Woche, dass meine Beine eins forderten: Tempo machen!!! Seit 2010 habe ich in jedem Marathon versucht unter 2:40
zu bleiben. Geklappt hat es nie. So war auch dieses Mal die Marschroute darauf abgestimmt. Ein Versuch war es Wert. In den Tagen vor dem Start
fand ich eine innere Ruhe, die eigentlich ungewöhnlich für mich ist. Diese hielt sich bis zum Start und ich konnte ganz entspannt anlaufen.
Dann erfüllte mich meine schlimmste Befürchtung: Keiner wollte das Tempo mitgehen. Im April hatte ich mich in Tangermünde auf 42 einsame
Kilometer begeben müssen. Da ist es natürlich schwer eine gute Zeit zu laufen. Aber sollte ich warten? Nein, man muss auch etwas riskieren.
So baute ich schnell meinen Vorsprung aus und ich versuchte nicht wie 2011 zu schnell zu laufen. Den Halbmarathon passierte ich wie in jedem Jahr
nach 1:19:30 und legte den üblichen Halt ein. Ich war wirklich extrem locker und konnte noch mit dem Führungsradfahrer scherzen. An der Trogbrücke konnte ich zum ersten Mal einen richtigen Abstand nach hinten schätzen, der bei etwa 800m lag. Das sind gut drei Minuten. Das musste reichen. An diesem Punkt war ich mir sehr sicher zu gewinnen. Danach wurde es natürlich schwer. Ich konnte mein Tempo bis Kilometer 37 noch deutlich unter 4min/km halten und befand mich auf Kurs 2:40h. Danach spielte irgendwann mein Kopf nicht mehr mit. Der Vorsprung war groß, die Beine taten weh und der Wille eine neue Bestzeit zu laufen angesichts des Sieges gering. Letztendlich verpasste ich das Zeitziel um 2:46 Minuten. Aber geschenkt… Eines meiner größten sportlichen Ziele wurde wahr: Den Magdeburg-Marathon zu gewinnen. Im Ziel war ich dann natürlich überglücklich. Mich freut es aber umso mehr, dass es Frank (Garnich) aus meinem Verein geschafft hat seine Bestzeit um sieben Minuten auf 3:22 zu steigern. Waren meine selbsterdachten Trainingspläne doch nicht falsch… Ich möchte Mario danken, der mir immer die richtige Flasche gereicht hat und den vielen Freunden, die mir immer Mut zugesprochen haben, insbesondere Frank. Der Magdeburg Marathon gilt nicht umsonst als einer der best-organisiertesten. Danke an die Organisatoren, aber auch den vielen freiwilligen Helfern, ganz besonders den Ortschaften an der Strecke(Gerwisch!!, Lostau, Hohenwarthe), dem DRK und allen die ihre Freizeit für uns Läufer geopfert haben. Danke.
In der Hoffnung das es auch neben dem Sport wieder besser läuft…Karsten