Frankfurt Marathon PB 2:34:21

Wie in jedem Jahr hieß es nach der Triathlonsaison nochmal einen schnellen Marathon zu laufen. Nach kurzer Überlegung entschied ich mich schon sehr früh für Frankfurt. Eine schnelle (und vermessene) Strecke, die Wahrscheinlichkeit eine gute Gruppe zu erwischen und der späte Zeitpunkt gaben den Ausschlag. Gestartet mit großen Erwartungen, musste ich in der Vorbereitung erkennen, dass ich für ein optimales Training doch zu wenig Zeit habe. Mit einem langen Lauf und der Unsicherheit, was nach der Halbmarathonmarke passiert, ging es nach Frankfurt. Wie immer war es ein großes Gedränge überhaupt eine vordere Position im ersten Startblock zu bekommen. So musste ich am Anfang viele langsame Läufer überholen. Nach zwei Kilometern fand ich dann eine Gruppe mit einem Tempomacher für ein paar schnelle Frauen. Und es war genau das richtige Tempo. Knapp unter 3:40/km. Genau so schnell um unter 2:35h zu bleiben. Ich wollte es einfach versuchen. Schon auf den ersten 15 Kilometern musste ich mich immer wieder ermuntern nicht aus der Gruppe zu fallen, weil die Beine doch etwas streikten. Die Halbmarathonmarke erreichten wir dann in 1:17:08 und der Tempomacher verließ uns. Die Gruppe zerfiel dann zunehmend und ich fühlte mich zunächst stark und versuchte eine kleine Lücke nach vorn zu schließen. Leider war das wohl ein bisschen zu schnell und ich verabschiedete mich bei Kilometer 26 nach hinten aus der Gruppe. An der Stelle hieß es eigentlich nur noch ins Ziel kommen. Allerdings wurde ich nicht wesentlich langsamer. Die anderen nur schneller. Zwei Kilometer nahm ich mir eine kurze Verschnaufpause um dann an der 30 Kilometermarke nochmal alles auf eine Karte zu setzen. Ich konnte den Schnitt halten. In diesem Moment hilft natürlich auch die Erfahrung von vielen Jahren auf der Marathonstrecke. Was allerdings nie klappt, ist das rechnen wie schnell man jetzt noch laufen muss, um unter der Zielzeit zu bleiben. Als bei Kilometer 40 ein Läufer dann am Verpflegungspunkt fast kollabierte und ich auch nicht mehr so frisch war, entschloss ich mich doch nochmal einen Becher zu nehmen. Bei Kilometer 41.5 ging es auf die letzte Gerade und ich war mir sicher unter 2:35 zu bleiben. Das war schon lange das Ziel. So konnte ich den Zieleinlauf in der Messehalle auch noch genießen…2:34:21neue Bestzeit mit zwei fast identische Halbmarathons.