Hamburg-Marathon 2015 — Neue Bestzeit

Ende letzten Jahres habe ich mich für Hamburg angemeldet und wollte eigentlich meine Bestleistung aus 2014 deutlich steigern, nachdem ich in Frankfurt ja leider gescheitert war. Bis Mitte Februar lief die Vorbereitung sehr gut. Leider verletzte ich mir bei einem 10km Tempolauf den Oberschenkel. Was genau passiert ist, weiß ich nicht. Zumindest konnte ich bis zwei Wochen vor Hamburg nicht schmerzfrei laufen. Dann ging es auf einmal. Der Weg nach Hamburg führte noch über Halle, wo ich leider nach einem schlechten Wechsel und ohne jegliche Radstärke nur Vierter wurde. Allerdings konnte ich mir im Laufen, vor allem beim zweiten Lauf, Selbstvertrauen holen.
Hamburg war von den Bedingungen her wieder Klasse. Das Wetter  nicht zu warm, kaum Wind und eine super Organisation. Ich stand wieder im Block A. Hier stehen nur ungefähr 150 Amateure und die Profis. Das hebt schon die Stimmung von Anfang an. Die ersten Kilometer liefen nicht einfach. Ich brauchte ein wenig Zeit meinen Rhythmus zu finden. Die Zwischenzeiten lagen ein paar Sekunden über denen des letzten Jahres. Kurz vor Kilometer 25 musste ich einen kleinen Boxenstopp einlegen und aus ein paar Sekunden wurde eine gute Minute. Aber das war mir egal. Eine Zeit von unter 2:40 h wäre angesichts der Vorbereitung schon super gewesen. Aber im Vergleich zum Vorjahr war ich sehr konzentriert und konnte trotz schmerzender Oberschenkel den Körper am Laufen halten. Die Kilometer wurden schnell weniger und ich konnte auch noch ein paar Läufer überholen, was zusätzlich motivierte. Fünf Kilometer vor dem Ziel war mir klar, dass ich die Chance auf eine neue Bestzeit hatte. Jetzt hieß es den Kampf gegen die Schmerzen zu gewinnen. Die Kilometermarke 40 passierte ich etwa in der gleichen Zeit wie im Vorjahr. Eine Zeit von unter 2:37 h konnte es werden. Ich mobilisierte noch einmal alle Kräfte und erreichte das Ziel in 2:36:52, 21s schneller als 2014. Ich weiß nicht, wer mir die Energie und den Kopf auf der zweiten Hälfte gegeben hat, aber DANKE dafür.

Möge die Triathlonsaison beginnen…